Für die meisten Männer markiert der 40. Geburtstag den Beginn einer neuen Phase des Gesundheitsbewusstseins, insbesondere im Hinblick auf die Prostata. Begriffe wie vergrößerte Prostata, gutartige Prostatavergrößerung (BPH), PSA-Wert und Prostatakrebs tauchen dann häufiger bei Arztbesuchen oder Vorsorgeuntersuchungen auf. Doch vielen Männern ist der Unterschied zwischen den beiden häufigsten Prostataerkrankungen – BPH und Prostatakrebs – noch immer nicht vollständig klar.
Obwohl beide Erkrankungen dieselbe Drüse betreffen und ähnliche Harnwegssymptome hervorrufen können, unterscheiden sie sich deutlich in Art, Schweregrad und Langzeitfolgen. Das Verständnis dieser Unterschiede kann lebensrettend sein.
Hier erklären wir Ihnen alles, was Sie wissen müssen – Symptome, Ursachen, Warnzeichen, Diagnose, Bedeutung des PSA-Tests, Behandlungsmethoden und wann es Zeit ist, einen Urologen aufzusuchen.
Was ist die Prostata?
Die Prostata ist eine walnussgroße Drüse, die unterhalb der Harnblase und vor dem Enddarm liegt. Sie umschließt die Harnröhre – den Schlauch, der den Urin aus dem Körper transportiert. Ihre Aufgabe ist die Produktion von Samenflüssigkeit. Aufgrund ihrer Lage können bereits geringfügige Veränderungen ihrer Größe oder Beschaffenheit Harnwegsprobleme verursachen. Mit zunehmendem Alter des Mannes betreffen häufig zwei Erkrankungen die Prostata:
- Gutartige Prostatahyperplasie (vergrößerte Prostata): eine nicht-krebsartige Vergrößerung, auch bekannt als Prostatavergrößerung oder Prostatahypertrophie
- Prostatakrebs: unkontrolliertes Wachstum von Prostatazellen
Was ist eine vergrößerte Prostata (BPH)?
Die vergrößerte Prostata, medizinisch als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bekannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen, die Männer im Alter betreffen. Studien legen nahe, dass im Alter von 60 Jahren fast 50 % der Männer Symptome einer BPH aufweisen und diese Zahl im Alter von 85 Jahren auf bis zu 90 % ansteigt.
Ist eine gutartige Prostatavergrößerung Krebs?
Nein, eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) ist kein Krebs und entwickelt sich auch nicht zu Krebs. Allerdings können die Symptome einer BPH denen von Prostatakrebs ähneln, weshalb eine Untersuchung wichtig ist.
Was verursacht eine Prostatavergrößerung?
Die genaue Ursache ist Ärzten noch immer nicht bekannt, aber mehrere Faktoren stehen in engem Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung. Dazu gehören:
- Hormonelle Veränderungen mit dem Alter, insbesondere sinkende Testosteron- und relativ höhere Östrogenspiegel.
- Eine Ansammlung von Dihydrotestosteron (DHT) in der Prostata stimuliert das weitere Wachstum des Prostatagewebes.
- Natürliche altersbedingte Zellproliferation, bei der sich die Prostatazellen im Laufe der Zeit vermehren und so eine allmähliche Vergrößerung verursachen.
Symptome einer vergrößerten Prostata (BPH-Symptome)
Die gutartige Prostatavergrößerung (BPH) beeinträchtigt hauptsächlich das Wasserlassen, da die vergrößerte Drüse auf die Harnröhre drückt. Häufige Symptome sind:
- Häufiges Wasserlassen, besonders nachts
- Schwacher Urinstrahl
- Schwierigkeiten beim Urinieren
- Tröpfeln nach dem Wasserlassen
- Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung
- Plötzlicher, starker Harndrang
Diese Symptome sind lästig, aber in der Regel nicht gefährlich.
Was ist Prostatakrebs?
Prostatakrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Prostata unkontrolliert und abnormal vermehren und einen Tumor bilden. Er zählt zu den häufigsten Krebsarten bei Männern; weltweit erkrankt etwa jeder achte Mann im Laufe seines Lebens daran.
Das Besorgniserregende an Prostatakrebs ist nicht nur das Vorhandensein eines Tumors in der Prostata, sondern die Möglichkeit, dass diese Krebszellen in benachbartes Gewebe eindringen oder sich auf andere Körperteile ausbreiten (metastasieren), am häufigsten auf die Knochen und Lymphknoten.
Eine Früherkennung ist entscheidend, da Prostatakrebs im Frühstadium oft keine Symptome verursacht, aber sehr gut behandelbar ist, wenn er vor seiner Ausbreitung erkannt wird.
Frühe Anzeichen von Prostatakrebs
Wenn Symptome auftreten, können diese Folgendes umfassen:
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- Blut im Urin oder Sperma
- Schmerzen im Becken oder im unteren Rücken
- Unerklärter Gewichtsverlust
- Erektile Dysfunktion
Diese Symptome treten jedoch erst später im Krankheitsverlauf auf, weshalb eine Früherkennung von entscheidender Bedeutung ist.
Das klinische Anzeichen für Prostatakrebs ist ein erhöhter prostataspezifischer Antigenwert (PSA), der als Marker für Prostatakrebs dient. Bei einer Prostatavergrößerung bleiben die PSA-Werte weitgehend normal oder sind nur leicht erhöht, selbst wenn die anderen physiologischen Symptome unverändert sind.
BPH vs. Prostatakrebs: Wichtige Unterschiede, die jeder Mann kennen sollte
Nachfolgend finden Sie einen einfachen Vergleich, der Ihnen hilft, den Unterschied zwischen einer vergrößerten Prostata und Prostatakrebs zu verstehen:
| Merkmal | Vergrößerte Prostata (BPH) | Prostatakrebs |
| Natur | Nicht-krebsartige Vergrößerung | Krebsgeschwür |
| Risikostufe | Nicht lebensbedrohlich | Kann sich ausbreiten; frühzeitiges Fangen = 90 % Überlebensrate |
| Gemeinsames Alter | > 40 | > 50 |
| Wachstumsmuster | Die Prostata vergrößert sich gleichmäßig. | Das Tumorwachstum verläuft unregelmäßig. |
| Symptome | Primäre Harnwege | Oft keine frühen Symptome |
| PSA-Werte | Leicht erhöhte oder keine Veränderungen | Mäßig bis stark erhöht |
| Behandlung | Medikamente, Lebensstilmanagement, minimalinvasive Chirurgie | Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie, aktive Überwachung |
Kann eine vergrößerte Prostata zu Krebs führen?
Viele Männer machen sich darüber Sorgen und fragen: „Wenn die Prostata vergrößert ist, bedeutet das, dass sie zu Krebs führen wird?“
Die einfache Antwort lautet: Nein. Eine vergrößerte Prostata und Prostatakrebs sind zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Das eine führt nicht zum anderen.
Es ist jedoch möglich, dass ein Mann beides gleichzeitig hat, da beides im Alter häufig vorkommt. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig – um sicherzustellen, dass nichts übersehen wird.
Wie diagnostizieren Ärzte Erkrankungen der Prostata?
Viele Männer sind vor diagnostischen Tests nervös, doch wenn man sie versteht, wird der Prozess leichter. Im Folgenden sind einige der gängigen Tests aufgeführt, die bei einem Besuch beim Urologen aufgrund von Symptomen verordnet werden:
1. PSA-Test
Der PSA-Test ist ein einfacher Bluttest, der die Konzentration eines bestimmten, von der Prostata produzierten Proteins misst. Leicht erhöhte PSA-Werte können auf eine Entzündung, Infektion oder Vergrößerung hinweisen. Ein deutlich oder stark erhöhter PSA-Wert deutet in der Regel auf Prostatakrebs hin. Bitte beachten Sie, dass der PSA-Test selbst kein Krebsmarker ist, sondern hauptsächlich als Screening-Instrument dient und bei auffälligen Werten weitere Untersuchungen erforderlich macht.
Was ist ein normaler PSA-Wert je nach Alter?
Die Richtlinien variieren zwar, aber dies ist ein allgemein akzeptierter Bereich:
Alter Normaler PSA-Wert
40-49 0-2.5 ng/ml
50-59 0-3.5 ng/ml
60-69 0-4.5 ng/ml
70+ 0-6.5 ng/ml
Welcher PSA-Wert deutet auf Krebs hin?
Es gibt keine feste Zahl, aber:
- PSA-Werte über 4 können weitere Untersuchungen erforderlich machen.
- Ein PSA-Wert über 10 erhöht den Verdacht deutlich.
- Ein PSA-Wert über 20 gilt als hohes Risiko.
Ihr Arzt wertet den PSA-Wert zusammen mit Ihren Symptomen, der Krebsvorgeschichte Ihrer Familie und den Ergebnissen einer körperlichen Untersuchung aus.
2. Digitale rektale Untersuchung
Bei einer kurzen körperlichen Untersuchung, der sogenannten digitalen rektalen Untersuchung (DRU), führt der Arzt vorsichtig einen mit Gleitmittel versehenen, behandschuhten Finger in den Enddarm ein, um die Prostata zu untersuchen. Dieser Test hilft, Größe, Form und Beschaffenheit der Prostata zu beurteilen.
- Fühlt sich die Prostata vergrößert, aber glatt an, kann dies auf eine Prostatavergrößerung hindeuten.
- Wenn sich die Prostata hart, knotig oder unregelmäßig anfühlt, könnte dies den Verdacht auf Prostatakrebs wecken, und der Arzt empfiehlt möglicherweise weitere Untersuchungen wie eine Prostata-MRT oder eine Biopsie zur Bestätigung.
Die digital-rektale Untersuchung (DRU) ist eine einfache, schnelle und wesentliche Untersuchung zur Beurteilung der Prostatagesundheit und wird oft zusammen mit anderen diagnostischen Tests für eine vollständige Beurteilung durchgeführt.
3. Prostata-MRT
Eine Prostata-MRT ist eine detaillierte Bildgebungsuntersuchung, die mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen hochauflösende Bilder der Prostata und des umliegenden Gewebes erzeugt. Sie hilft Ärzten, verdächtige Bereiche oder Läsionen zu erkennen, die bei einer körperlichen Untersuchung oder einem Bluttest allein möglicherweise nicht festgestellt werden können.
Diese fortschrittliche Untersuchung liefert wertvolle Informationen über Größe, Lage und Art von Veränderungen und unterstützt Ärzte bei der Entscheidung, ob eine Prostatabiopsie erforderlich ist. Eine multiparametrische MRT (mpMRT) wird häufig bevorzugt, da sie noch detailliertere Bilder liefert, die helfen, zwischen gutartigen Erkrankungen wie BPH oder Prostatitis und potenziellem Prostatakrebs zu unterscheiden.
Die Prostata-MRT ist nicht-invasiv, hochpräzise und spielt eine entscheidende Rolle bei der Früherkennung und Behandlungsplanung von Prostataerkrankungen.
4. Prostatabiopsie
Bei Verdacht auf Prostatakrebs aufgrund von Bluttests, MRT-Befunden oder einer körperlichen Untersuchung kann der Arzt eine Prostatabiopsie empfehlen. Dabei werden mithilfe einer dünnen Nadel, in der Regel unter Ultraschall- oder MRT-Kontrolle, kleine Gewebeproben aus verschiedenen Bereichen der Prostata entnommen.
Diese Proben werden anschließend von einem Pathologen mikroskopisch untersucht, um das Vorhandensein von Krebszellen festzustellen. Eine Biopsie hilft dabei, festzustellen, ob Krebs vorliegt, wie aggressiv er ist (Gleason-Score) und welche Behandlungsoptionen am besten geeignet sind.
Auch wenn der Test leichte Beschwerden verursachen kann, ist er ein sicherer und unerlässlicher diagnostischer Schritt, um Prostatakrebs zu bestätigen oder auszuschließen und einen individuellen Behandlungsansatz zu planen.
Behandlung der Prostatavergrößerung
Die Behandlung einer vergrößerten Prostata hängt davon ab, wie stark die Symptome der gutartigen Prostatavergrößerung ausgeprägt sind und wie sehr sie den Alltag beeinträchtigen.
Zu den gängigen Behandlungs- und Managementmethoden gehören unter anderem folgende:
1. Lebensstiländerungen bei Prostatavergrößerung
- Reduzieren Sie die Flüssigkeitszufuhr am Abend.
- Begrenzen Sie Koffein und Alkohol
- Blasentraining
- Regelmäßige körperliche Aktivität
Diese Produkte helfen Männern mit leichten Symptomen, die Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern.
2. Medikamente gegen vergrößerte Prostata
Bei den meisten Männern verbessert sich der Zustand deutlich durch Medikamente wie:
- Alpha-Blocker (entspannen die Prostata-Muskulatur und erleichtern so den Harnfluss)
- 5-alpha-Reduktase-Hemmer (verkleinern die Prostata mit der Zeit)
- Kombinationstherapie bei mittelschweren bis schweren Symptomen
Medikamente sind oft so wirksam, dass eine Operation vermieden werden kann.
3. Minimalinvasive Verfahren zur Wiederherstellung des Harnflusses
Für Männer, die nicht auf Medikamente ansprechen, sind folgende minimalinvasive Verfahren zur Linderung der Symptome am häufigsten:
TURP (Transurethrale Resektion der Prostata):
TURP Die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) gilt als Goldstandard in der chirurgischen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH). Dabei führt der Chirurg ein spezielles Instrument, das Resektoskop, ohne äußere Schnitte durch die Harnröhre ein, um überschüssiges Prostatagewebe zu entfernen, das den Harnfluss behindert. Durch die Beseitigung dieser Verengung verbessert die TURP Harnwegssymptome wie schwachen Harnstrahl, häufigen Harndrang oder unvollständige Blasenentleerung deutlich. Die Genesung erfordert in der Regel einen kurzen Krankenhausaufenthalt, und die meisten Patienten bemerken innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung der Harnfunktion.
Lasertherapie:
Die Lasertherapie bei Prostatavergrößerung nutzt einen hochpräzisen Laserstrahl, um überschüssiges Prostatagewebe zu entfernen oder zu verdampfen und so den normalen Harnfluss wiederherzustellen. Je nach Lasertyp, wie z. B. Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) oder photoselektiver Vaporisation (GreenLight-Lasertherapie), kann das Verfahren individuell an die Prostatagröße und den Zustand des Patienten angepasst werden. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen minimale Blutungen, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und eine schnellere Genesung im Vergleich zu einer herkömmlichen Operation. Sie eignet sich besonders für Patienten, die Blutverdünner einnehmen oder eine größere Operation vermeiden möchten.
Prostataarterienembolisation (PAE):
Embolisation der Prostataarterie Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist ein minimalinvasives, nicht-chirurgisches Verfahren, das von einem interventionellen Radiologen zur Behandlung der BPH durchgeführt wird. Ein dünner Katheter wird durch einen kleinen Schnitt in der Leiste oder am Handgelenk eingeführt und unter Röntgenkontrolle zu den die Prostata versorgenden Arterien vorgeschoben. Anschließend werden winzige Mikrokügelchen oder Partikel injiziert, um den Blutfluss zu blockieren. Dadurch schrumpft das vergrößerte Prostatagewebe innerhalb weniger Wochen, und Harnwegsbeschwerden wie häufiger Harndrang oder schwacher Harnstrahl werden gelindert.
Die PAE bietet eine schnelle Genesung als ambulante Behandlung unter örtlicher Betäubung und birgt im Vergleich zu herkömmlichen Operationen ein geringes Risiko sexueller Nebenwirkungen, wodurch sie sich ideal für Patienten eignet, für die invasive Verfahren nicht geeignet sind.
UroLift-System:
Das UroLift-Verfahren ist eine minimalinvasive Behandlung zur Linderung von Harnwegsbeschwerden aufgrund einer gutartigen Prostatavergrößerung (BPH), ohne dass Prostatagewebe geschnitten, erhitzt oder entfernt werden muss. Dabei werden kleine, dauerhafte Implantate eingesetzt, die die vergrößerten Prostatalappen anheben und von der Harnröhre fernhalten, sodass der Urin wieder ungehindert abfließen kann. UroLift wird ambulant unter örtlicher Betäubung oder leichter Narkose durchgeführt und bietet eine schnelle Genesung bei geringem Risiko sexueller Nebenwirkungen. Es ist ideal für Männer, die eine effektive und gleichzeitig schonende Alternative zur herkömmlichen Prostataoperation suchen.
Rezum Wasserdampftherapie:
Die Rezum-Therapie ist eine innovative, minimalinvasive Behandlung, die mit natürlicher Wasserdampfenergie vergrößertes Prostatagewebe verkleinert. Der Dampf wird über ein dünnes, durch die Harnröhre eingeführtes Gerät direkt in die betroffenen Bereiche geleitet. Während sich das Gewebe über mehrere Wochen zurückbildet, verbessern sich die Harnwegsbeschwerden allmählich. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden und erfordert in der Regel nur eine kurze Ausfallzeit. Die Rezum-Therapie bietet ein optimales Verhältnis von Wirksamkeit und Komfort und ist somit eine hervorragende Option für Männer, die eine langfristige Linderung ihrer Beschwerden ohne größere Operation wünschen. Diese Behandlungen sind schneller, ermöglichen eine kürzere Genesungszeit und erfolgen ohne größere Schnitte.
4. Operation bei sehr großer Prostata
Bei schweren Symptomen oder wenn andere Behandlungen nicht helfen, kommen folgende chirurgische Behandlungsmethoden infrage:
Offene Prostatektomie:
Die offene Prostatektomie ist ein traditionelles chirurgisches Verfahren, bei dem die Prostata teilweise oder vollständig über einen einzigen, größeren Schnitt im Unterbauch entfernt wird. Diese Methode ermöglicht dem Chirurgen direkten Zugang und eine bessere Sicht auf die Prostata und eignet sich daher für sehr große Prostata oder Situationen, in denen minimalinvasive Verfahren nicht infrage kommen. Obwohl die Genesung im Vergleich zu modernen Techniken länger dauern kann, bleibt die offene Prostatektomie eine wirksame Behandlungsmethode bei schwerer BPH oder bestimmten Formen von Prostatakrebs.
Laparoskopische Prostatektomie:
Eine laparoskopische Prostatektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem nur wenige kleine Schnitte im Bauchraum vorgenommen werden. Mithilfe einer winzigen Kamera und spezieller Instrumente wird das betroffene Prostatagewebe entfernt oder behandelt. Dieses Verfahren bietet gegenüber der offenen Operation mehrere Vorteile, darunter eine schnellere Genesung, geringerer Blutverlust, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und kleinere Narben. Patienten berichten häufig von weniger Schmerzen und können schneller wieder ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.
Robotergestützte Prostatektomie:
Die roboterassistierte Prostatektomie ist die modernste Operationstechnik zur Behandlung von Prostataerkrankungen. Dabei steuert der Chirurg Roboterarme, die mit Präzisionsinstrumenten ausgestattet sind, und betrachtet gleichzeitig ein hochauflösendes 3D-Bild des Operationsfeldes. Diese Technologie erhöht die Genauigkeit, reduziert das Trauma an umliegenden Nerven und Gewebe und minimiert den Blutverlust. Dadurch erholen sich Männer in der Regel schneller, haben weniger Beschwerden und die Harn- und Sexualfunktion bleibt besser erhalten. Sie wird zunehmend zur bevorzugten Option bei Prostatakrebsoperationen und komplexen Prostatafällen.
Diese bieten dauerhafte Linderung bei stark vergrößerter Prostata.
Behandlungsmöglichkeiten für Prostatakrebs
Die Behandlung von Prostatakrebs ist nie standardisiert. Die Empfehlung des Arztes hängt von der Aggressivität des Krebses, einer möglichen Ausbreitung, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und seinen persönlichen Wünschen ab. Hier finden Sie eine detailliertere Übersicht über die einzelnen Behandlungsoptionen.
1. Aktive Überwachung
Diese Methode eignet sich ideal für langsam wachsende, risikoarme Prostatakarzinome, die sich voraussichtlich nicht schnell ausbreiten. Anstatt sofort mit der Behandlung zu beginnen, überwacht der Arzt den Tumor engmaschig durch:
- Regelmäßige PSA-Tests
- Digitale rektale Untersuchung (DRU)
- Wiederholte MRT-Untersuchungen
- Gelegentliche Prostatabiopsien
Viele Prostatakarzinome wachsen so langsam, dass sie weder Symptome verursachen noch die Lebenserwartung beeinträchtigen. Die aktive Überwachung hilft, unnötige Nebenwirkungen der Behandlung (wie Harninkontinenz oder sexuelle Probleme) zu vermeiden und gleichzeitig Veränderungen des Tumors frühzeitig zu erkennen.
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2. Operation (Radikale Prostatektomie)
Bei der Operation wird die gesamte Prostata zusammen mit umliegendem Gewebe entfernt. Sie wird in der Regel empfohlen, wenn:
- Der Krebs ist auf die Prostata beschränkt.
- Der Patient ist jünger oder ansonsten gesund
- Das Krebsrisiko ist mittel bis hoch.
Hauptart der Prostatakrebsoperation
Die primäre Operation bei Prostatakrebs heißt radikale Prostatektomie. Dabei werden die gesamte Prostata, die Samenbläschen und manchmal auch nahegelegene Lymphknoten entfernt. Diese Operation wird in der Regel angeboten, wenn der Krebs auf die Prostata beschränkt ist oder sich nur minimal auf benachbarte Bereiche ausgebreitet hat.
Methoden zur Durchführung einer radikalen Prostatektomie
Die radikale Prostatektomie kann als offene Operation über einen einzigen größeren Schnitt im Unterbauch (offene radikale Prostatektomie) oder über mehrere kleine Schnitte mithilfe von Kameras und langen Instrumenten (laparoskopische radikale Prostatektomie) durchgeführt werden. Eine fortschrittlichere Form ist die roboterassistierte radikale Prostatektomie, bei der der Chirurg Roboterarme steuert, um präzise Bewegungen durch minimalinvasive Schnitte auszuführen. Dies führt häufig zu geringerem Blutverlust, kürzerem Krankenhausaufenthalt und schnellerer Genesung.
Andere chirurgische Verfahren bei Prostatakrebs
In manchen Fällen kann eine Operation wie die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) durchgeführt werden, um eine Harnverhaltung zu beheben, insbesondere bei fortgeschrittenem Prostatakrebs. Ziel dieser Operation ist jedoch nicht die Heilung der Erkrankung. Eine weitere Operation, die beidseitige Orchiektomie (Entfernung der Hoden), kann gelegentlich eingesetzt werden, um den Hormonspiegel zu senken, der das Wachstum von Prostatakrebs fördert.
3. Strahlentherapie
Die Strahlentherapie nutzt hochenergetische Strahlen oder Strahlenquellen, um Prostatakrebszellen gezielt zu zerstören und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe zu schonen. Dieses nicht-operative Verfahren stellt eine wirksame Alternative zur Prostatektomie dar, insbesondere für ältere Patienten, Patienten mit Begleiterkrankungen oder Personen, die invasive Eingriffe vermeiden möchten.
Arten der Strahlentherapie
Externe Strahlentherapie (EBRT): Hochpräzise Geräte leiten Strahlung von außerhalb des Körpers direkt zur Prostata. Fortschrittliche Verfahren wie die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) und die bildgeführte Strahlentherapie (IGRT) formen die Strahlen so, dass sie den Konturen des Tumors entsprechen und die Belastung von Blase und Rektum minimieren. Die stereotaktische Körperbestrahlung (SBRT), einschließlich Systemen wie dem CyberKnife, verabreicht hohe Dosen in nur wenigen Sitzungen für eine hochpräzise Behandlung.
Brachytherapie (innere Bestrahlung): Dabei werden winzige radioaktive Seeds direkt in die Prostata implantiert, wo sie über mehrere Monate kontinuierlich Strahlung abgeben, bevor sie inaktiv werden. Bei der Niedrigdosis-Brachytherapie (LDR) werden permanente Seeds verwendet, während bei der Hochdosis-Brachytherapie (HDR) temporäre Strahlungsquellen für kürzere, intensivere Sitzungen zum Einsatz kommen, die häufig mit externer Strahlentherapie (EBRT) kombiniert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Gründe für die Wahl der Strahlentherapie
Die Strahlentherapie erweist sich bei lokalisiertem Prostatakrebs als hochwirksam und bietet vergleichbare Ergebnisse wie eine Operation, jedoch mit dem Vorteil, nicht-invasiv zu sein und die Organstruktur zu erhalten. Sie wird häufig mit einer Androgenentzugstherapie (ADT) bei Hochrisiko- oder aggressiven Fällen kombiniert, um das Krebswachstum besser zu kontrollieren.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen sind Harndrang, häufiges Wasserlassen oder Brennen beim Wasserlassen sowie Müdigkeit während der Behandlung. Darmreizungen treten dank moderner Präzisionstechniken seltener auf, und Erektionsstörungen können vorübergehend sein. Die meisten Nebenwirkungen sind medikamentös behandelbar und klingen innerhalb weniger Monate nach der Behandlung ab.
4. Hormontherapie (Androgenentzugstherapie – ADT)
Die Hormontherapie, auch Androgenentzugstherapie (ADT) genannt, zielt auf Prostatakrebszellen ab, die für ihr Wachstum auf männliche Hormone wie Testosteron angewiesen sind. Durch die deutliche Senkung des Testosteronspiegels oder die Blockierung seiner Wirkung verlangsamt diese Behandlung das Fortschreiten des Krebses, verkleinert Tumore und hilft, Symptome in verschiedenen Krankheitsstadien zu lindern.
Arten der Hormontherapie
- Medikamente, die die Testosteronproduktion senken: Luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon (LHRH)-Agonisten wie Leuprolid (Lupron) oder Antagonisten wie Degarelix unterdrücken vorübergehend die Fähigkeit der Hoden, Testosteron zu produzieren. Diese Injektionen werden häufig als Grundlage der Androgenentzugstherapie (ADT) eingesetzt.
- Medikamente, die Testosteronrezeptoren blockieren: Antiandrogene wie Bicalutamid, Enzalutamid oder Apalutamid verhindern, dass Testosteron an Krebszellen bindet, selbst wenn eine gewisse Hormonproduktion fortbesteht. Neuere Wirkstoffe wie Abirateron hemmen die Hormonsynthese auf mehreren Ebenen und ermöglichen so eine umfassendere Kontrolle.
- Chirurgische Orchiektomie: Bei diesem einmaligen Eingriff werden die Hoden, die Hauptquelle des Testosterons, entfernt, was zu einer dauerhaften Hormonunterdrückung führt. Obwohl er wirksam ist, wird er heutzutage aufgrund der Fortschritte bei reversiblen Medikamenten nur noch selten gewählt.
Wann wird eine Hormontherapie angewendet?
Die Hormontherapie ist Standard bei metastasiertem Prostatakrebs, der sich über die Prostata hinaus ausgebreitet hat, und verlängert die Überlebenszeit oft deutlich. Sie lässt sich wirksam mit einer Strahlentherapie bei lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakrebs kombinieren und dient als Salvage-Therapie, wenn der PSA-Wert nach einer Operation oder Strahlentherapie ansteigt und somit ein Rezidiv anzeigt.
Vorteile und Nebenwirkungen
Diese Therapie ist hervorragend geeignet, das Krebswachstum zu verlangsamen, Knochenschmerzen oder Harnverhalt bei fortgeschrittener Erkrankung zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Häufige Nebenwirkungen sind Hitzewallungen, Müdigkeit, Gewichtszunahme, verminderte Libido, Erektionsstörungen und Stimmungsschwankungen. Diese lassen sich jedoch oft durch Anpassungen des Lebensstils, Bewegung oder unterstützende Medikamente behandeln.
5. Chemotherapie und zielgerichtete Therapie
Chemotherapie und zielgerichtete Therapie stellen fortschrittliche Behandlungsoptionen für Prostatakrebs dar, der über frühere Interventionen hinaus fortgeschritten ist. Der Fokus liegt auf der Kontrolle aggressiver oder metastasierter Erkrankungen bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.
Chemotherapie
Bei der Chemotherapie werden hochwirksame intravenöse Medikamente wie Docetaxel oder Cabazitaxel eingesetzt, um schnell teilende Krebszellen im ganzen Körper gezielt zu bekämpfen und abzutöten. Sie ist unerlässlich, wenn Prostatakrebs kastrationsresistent wird (nicht mehr auf eine Hormontherapie anspricht) oder sich bereits auf Knochen, Lymphknoten oder andere Organe ausgebreitet hat. Die Chemotherapie wird in Zyklen alle paar Wochen verabreicht und trägt dazu bei, Tumore zu verkleinern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Symptome wie Knochenschmerzen zu lindern. In Kombination mit anderen Behandlungen verlängert sie die Überlebenszeit oft um Monate bis Jahre.
Gezielte Therapie
Gezielte Therapien greifen spezifische molekulare Schwächen in Krebszellen präziser und mit weniger Nebenwirkungen als die traditionelle Chemotherapie an. PARP-Inhibitoren wie Olaparib oder Rucaparib nutzen DNA-Reparaturdefekte in Tumoren mit bestimmten genetischen Mutationen (z. B. BRCA1/2) aus, während fortgeschrittene Androgenrezeptor-Inhibitoren wie Enzalutamid, Apalutamid oder Darolutamid Hormonsignalwege effektiver blockieren. PSMA-gerichtete Radioliganden wie Lutetium-177-PSMA-617 transportieren die Strahlung direkt zum prostataspezifischen Membranantigen auf den Krebszellen und bieten so einen neuen Ansatz für metastasierte Fälle.
Anwendungsgründe und Nebenwirkungen
Diese Therapien sind hervorragend geeignet, um fortgeschrittenen oder metastasierten Prostatakrebs zu behandeln. Sie lindern Schmerzen durch Knochenmetastasen, verzögern das Fortschreiten der Erkrankung und verlängern in Kombination mit einer Hormontherapie die Lebenserwartung deutlich. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach Therapieart: Chemotherapie kann Müdigkeit, Übelkeit, Haarausfall, Blutbildveränderungen und ein erhöhtes Infektionsrisiko verursachen, während zielgerichtete Therapien häufig zu leichteren Problemen wie Bluthochdruck, Hautausschlag oder Gelenkschmerzen führen. Moderne unterstützende Maßnahmen, darunter Medikamente gegen Übelkeit und Wachstumsfaktoren, machen diese Behandlungen besser verträglich und ermöglichen es vielen Patienten, ihren Alltag weiterhin zu bewältigen.
Wann sollte man bei Prostataproblemen einen Urologen aufsuchen?
Männer über 40 sollten sich umgehend an einen Urologen wenden, um ihre Prostata untersuchen zu lassen, wenn Harnwegsbeschwerden den Alltag beeinträchtigen oder auf mögliche Probleme wie gutartige Prostatavergrößerung (BPH), Prostatitis oder Prostatakrebs hinweisen.
Wichtige Prostata-Symptome, die Aufmerksamkeit erfordern
Häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie), das den Schlaf mehrmals pro Nacht stört, ist oft auf eine vergrößerte Prostata zurückzuführen, die auf die Blase drückt. Schwierigkeiten beim Beginn oder Ende des Wasserlassens sowie ein schwacher oder unterbrochener Harnstrahl deuten auf eine Verengung hin, die mit der Zeit zu einer Belastung der Blase oder einer unvollständigen Blasenentleerung führen kann.
Ernsthafte Warnsignale
Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen deuten auf eine Entzündung oder Infektion hin, während Blut im Urin (Hämaturie) oder Sperma eine sofortige Untersuchung erfordert, um Tumore oder Nierensteine auszuschließen. Anhaltende Schmerzen im Beckenbereich, im unteren Rücken oder im Dammbereich, insbesondere wenn sie ungeklärt sind, machen eine Untersuchung auf Prostataveränderungen notwendig.
Überwachung und Vorsorgeuntersuchungen für die Prostata
Erhöhte PSA-Werte, die im Rahmen einer routinemäßigen Blutuntersuchung festgestellt werden, deuten auf mögliche Veränderungen der Prostata hin, die weitere Untersuchungen wie MRT oder Biopsie erfordern. Eine plötzliche Verschlechterung von Harnwegssymptomen, selbst wenn diese zuvor nur leicht waren, erfordert eine dringende Abklärung, um Komplikationen wie Harnverhalt vorzubeugen.
Vorteile einer frühzeitigen Prostatauntersuchung
Regelmäßige Besuche beim Urologen geben Sicherheit durch einfache Untersuchungen wie die digital-rektale Untersuchung (DRU) und den PSA-Test und ermöglichen ein frühzeitiges Eingreifen für bessere Behandlungsergebnisse. Männer mit einer familiären Vorbelastung für Prostataerkrankungen oder entsprechenden Risikofaktoren sollten sich ab dem 40. Lebensjahr einer Basisuntersuchung unterziehen.
Auch bei leichten Symptomen bietet eine Untersuchung Sicherheit.
Neueste Forschungsergebnisse
1. BPH ist mit zunehmendem Alter nahezu universell.
Nach Angaben der Globale Belastung Laut einer Studie zur Krankheitsentwicklung 2019 (veröffentlicht in The Lancet Healthy Longevity) gab es im Jahr 2019 weltweit schätzungsweise 94 Millionen Männer mit benigner Prostatahyperplasie – ein erheblicher Anstieg gegenüber 51.1 Millionen im Jahr 2000.
Ältere, auf Autopsien basierende Studien zeigen darüber hinaus, dass eine histologische BPH bei etwa 50 % der Männer in ihren 50ern und bei bis zu 80–90 % der Männer über 70 nachgewiesen werden kann.
2. Die Überlebenschancen bei Prostatakrebs sind bei Früherkennung außerordentlich hoch.
Nach Angaben der US-Organisation American Cancer SocietyFast 99 % der Männer, bei denen lokalisierter Prostatakrebs diagnostiziert wurde, leben noch 10 Jahre oder länger nach der Diagnose. Dies beweist, warum Früherkennung so wichtig ist.
3. PSA-Screening reduziert die Sterblichkeit
Europäische randomisierte Studie zum Screening auf Prostatakrebs (ERSPC) Eine Studie mit über 160,000 Männern zeigte, dass das PSA-Screening die Sterblichkeit durch Prostatakrebs über einen Zeitraum von 13 Jahren um 21 % senkte.
4. Indische Daten zeigen steigendes Bewusstsein
Studieren von NCB Wie aus den Berichten hervorgeht, ist in Indien in den letzten Jahren ein Anstieg der Prostatakrebsfälle zu verzeichnen – die genauen Zahlen variieren jedoch je nach Region und Register.
Tipps zum Schutz Ihrer Prostata ab 40 Jahren
- Beginnen Sie mit einem Basis-Screening ab 40 Jahren: Lassen Sie einen PSA-Bluttest durchführen, insbesondere bei familiärer Vorbelastung, afrikanischer Abstammung, Übergewicht oder BRCA-Mutationen. Kombinieren Sie dies mit jährlichen digital-rektalen Untersuchungen zur Früherkennung, wenn Behandlungen am wirksamsten sind.
- Reduzieren Sie den Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch: Ein hoher Verzehr erhöht das Risiko für Prostatakrebs durch Entzündungen und Hormonveränderungen. Beschränken Sie sich auf 1–2 Portionen pro Woche und greifen Sie stattdessen zu pflanzlichen Proteinen.
- Setzen Sie auf prostataschützende Lebensmittel: Verzehren Sie täglich gekochte Tomaten (Lycopin), Kürbiskerne (Zink), grünen Tee (Antioxidantien), Beeren (entzündungshemmend), Kreuzblütler wie Brokkoli (Sulforaphan) und fetten Fisch (Omega-3-Fettsäuren).
- Halten Sie Ihren BMI durch Bewegung aufrecht: Streben Sie wöchentlich mindestens 150 Minuten zügiges Gehen, Radfahren oder Krafttraining an. Dies gleicht den Hormonhaushalt aus, reduziert Entzündungen und beugt aggressiven, mit Übergewicht in Verbindung stehenden Krebsarten vor.
- Beschränken Sie den Alkoholkonsum und hören Sie mit dem Rauchen auf: Begrenzen Sie den Alkoholkonsum auf 1-2 Getränke täglich; verzichten Sie vollständig auf Tabak, um oxidativen Stress, DNA-Schäden und Prostata-Mutationen zu reduzieren.
- Bleiben Sie sexuell aktiv: Studien zufolge kann regelmäßige Ejakulation (4-7 Mal pro Woche) Karzinogene ausspülen und das Krebsrisiko um 20-30 % senken.
- Ziehen Sie ärztlich empfohlene Nahrungsergänzungsmittel in Betracht: Vitamin D (bei Mangel), Sägepalme oder Beta-Sitosterol zur Linderung von BPH-Symptomen und zur allgemeinen Unterstützung.
- Stress bewältigen und dem Schlaf Priorität einräumen: Nutzen Sie Meditation/Yoga, um den Cortisolspiegel zu senken; streben Sie 7-9 Stunden Schlaf pro Nacht an, um die Hormonproduktion zu regenerieren und Prostatabeschwerden vorzubeugen.
Fazit
Sowohl eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) als auch Prostatakrebs treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, sind aber sehr unterschiedliche Erkrankungen. BPH beeinträchtigt hauptsächlich den alltäglichen Harndrang, während Prostatakrebs langfristige gesundheitliche Folgen hat. Das Verständnis des Unterschieds, das Erkennen von Frühwarnzeichen und das Wissen um die Bedeutung des PSA-Wertes können unnötige Sorgen reduzieren und eine rechtzeitige ärztliche Behandlung gewährleisten.
Wenn Sie über 40 sind, sollten Sie Ihrer Prostatagesundheit Priorität einräumen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Ihr Wohlbefinden schützen, Ihre Lebensqualität verbessern und sogar Ihr Leben retten.
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Referenzen: (Die Referenzliste bleibt in der wissenschaftlichen Zitierweise erhalten)
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Häufig gestellte Fragen
Ja. Regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle, Reduzierung von Koffein und Alkohol sowie eine ausgewogene Ernährung unterstützen die Gesundheit der Prostata und können bei BPH-Symptomen helfen.
Ja. Eine gutartige Prostatavergrößerung, Prostataentzündungen und sogar eine kürzlich erfolgte Ejakulation können den PSA-Wert erhöhen – ein hoher PSA-Wert bedeutet also nicht immer Krebs.
Nicht unbedingt. BPH und Prostatakrebs können gleichzeitig auftreten, da beides mit zunehmendem Alter häufiger vorkommt, aber BPH verursacht keinen Krebs.
Nein. Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist eine nicht-krebsartige Vergrößerung der Prostata aufgrund des Alters. Prostatakrebs hingegen ist durch ein abnormes Zellwachstum gekennzeichnet, das sich auf andere Körperteile ausbreiten kann.
Ja. Eine vergrößerte Prostata (BPH) ist eine gutartige Erkrankung und tritt mit zunehmendem Alter bei Männern sehr häufig auf. Sie bedeutet nicht, dass es sich um Krebs handelt.
Ja. Viele Männer können mit einer gutartigen Prostatavergrößerung ein normales Leben führen. Die Symptome lassen sich mit Medikamenten, einer Umstellung des Lebensstils oder, falls erforderlich, mit minimalinvasiven Behandlungen lindern.
Sanjana
Autorin
Sanjana Sharma ist zertifizierte Diabetesberaterin mit fundierten akademischen Kenntnissen in Ernährungswissenschaften. Zu ihren Qualifikationen zählen ein Bachelor in Klinischer Ernährung und Diätetik, ein Master in Lebensmittelwissenschaft und Ernährung von der CCS University, ein Diplom in Gesundheitserziehung von der IGNOU sowie eine Zertifizierung des NDEP. Mit großem Engagement unterstützt sie Patienten dabei, ihre Gesundheit durch individuelle Betreuung und Schulung zu verbessern und bringt dabei Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen ein. Neben ihrer Beratungstätigkeit und dem Schreiben interessiert sich Sanjana für Modetrends, teilt gerne Firmen-Memes auf Instagram und natürlich für Essen.
Guneet Bindra
Kritiker
Guneet Bhatia ist die Gründerin von HOSPIDIO und eine erfahrene Content-Reviewerin mit umfassender Expertise in der Entwicklung medizinischer Inhalte, im didaktischen Design und im Bloggen. Ihre Leidenschaft gilt der Erstellung wirkungsvoller Inhalte, wobei sie stets auf Genauigkeit und Verständlichkeit achtet. Guneet schätzt den Austausch mit Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft und erweitert so ihren Horizont. In ihrer Freizeit verbringt sie gerne Zeit mit ihrer Familie, hört gute Musik und entwickelt mit ihrem Team innovative Ideen.













