Keratokonus-Behandlungsoptionen für besseres Sehvermögen und mehr Komfort
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Keratokonus-Behandlungsoptionen für besseres Sehvermögen und mehr Komfort

Veröffentlicht am: November 8, 2024

Keratokonus (KC) ist eine degenerative Erkrankung der Hornhaut, der durchsichtigen, kuppelförmigen Struktur des Auges. Bei Keratokonus verdickt sich die Hornhaut deutlich und wölbt sich kegelförmig vor. Diese Verformung führt zu Sehstörungen, wodurch alltägliche Aktivitäten wie Lesen, Autofahren oder sogar das Erkennen von Personen in der Umgebung erschwert werden. Was anfangs mild erscheinen mag, kann unbehandelt mit der Zeit zu einer schweren Sehbeeinträchtigung führen.

In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, was Keratokonus ist, seinen Ursachen, Symptomen und den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist Keratokonus?

Die Hornhaut lenkt die Lichtstrahlen auf die Netzhaut und ist für scharfes Sehen unerlässlich. Eine normale Hornhaut, wie sie in einem gesunden Auge vorkommt, ist rund und glatt. Im Gegensatz dazu entwickelt sich bei Menschen mit Keratokonus eine kegelförmige Hornhaut. Grund dafür ist die Schwächung und Ausdünnung der Hornhaut, die zu einer Vorwölbung führt. Diese Verformung der Hornhaut beeinträchtigt den Lichteinfall ins Auge und verursacht somit verzerrtes Sehen oder Schwierigkeiten beim scharfen Sehen.

Keratokonus tritt meist beidseitig auf, wobei in den meisten Fällen eine ausgeprägte einseitige Beteiligung vorliegt. Er beginnt in der Regel im Jugendalter zwischen 10 und 25 Jahren und schreitet langsam fort.

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Ursachen von Keratokonus

Die genaue Ursache des Keratokonus ist noch nicht vollständig geklärt, man geht jedoch von einem Zusammenspiel genetischer, umweltbedingter und biochemischer Faktoren aus. Zu den häufigsten Faktoren, die den Keratokonus beeinflussen, gehören:

  • Genetik: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Keratokonus familiär gehäuft auftreten kann. Das bedeutet, dass bei Personen in Ihrer Familie, die an dieser Erkrankung leiden, ein höheres Risiko besteht, dass auch Sie daran erkranken.
  • Augenreiben: Starkes oder chronisches Augenreiben wird mit der Entstehung und dem Fortschreiten des Keratokonus in Verbindung gebracht. Menschen mit Erkrankungen wie Allergien oder Ekzemen, die häufig zu häufigem Augenreiben führen, haben ein erhöhtes Risiko.
  • Kollagenmangel: Die Festigkeit und Form der Hornhaut werden durch Kollagenfasern aufrechterhalten. Bei Keratokonus kann es zu einem Mangel oder einer Schwächung dieser Kollagenfasern kommen, was zu einer Vorwölbung der Hornhaut führt.
  • Oxidativen Stress: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass oxidative Schäden an der Hornhaut zur Ausdünnung und Schwächung des Gewebes beitragen können, wodurch dieses anfälliger für Keratokonus wird.

Symptome von Keratokonus

Die Symptome des Keratokonus können von Person zu Person variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen: Mit zunehmender Kegelform der Hornhaut verschlechtert sich das Sehvermögen und wird verzerrt. Gerade Linien erscheinen wellig, und Objekte wirken unscharf.
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit: Menschen mit Keratokonus leiden häufig unter Beschwerden bei hellem Licht, was das Sehen in gut beleuchteten Umgebungen oder beim Autofahren in der Nacht erschweren kann.
  • Häufige Rezeptänderungen: Menschen mit Keratokonus benötigen möglicherweise häufige Anpassungen ihrer Brillen- oder Kontaktlinsenverordnung, da sich ihr Sehvermögen ständig verändert.
  • Doppeltsehen oder Geisterbilder: Manche Menschen sehen Doppelbilder oder „Geisterbilder“, selbst mit einer Sehhilfe.
  • Überanstrengung der Augen und Kopfschmerzen: Anstrengendes Sehen kann zu Kopfschmerzen oder Augenbeschwerden führen.

Diagnose von Keratokonus

Wenn Sie eines der oben beschriebenen Symptome verspüren, ist es wichtig, einen Termin für eine Augenuntersuchung bei einem Augenarzt oder Optiker zu vereinbaren. Im Rahmen der Untersuchung kann der Arzt verschiedene Tests zur Diagnose von Keratokonus durchführen, darunter:

  • Hornhauttopographie: Dies ist der am häufigsten verwendete Test zur Diagnose von Keratokonus. Er kartiert die Form der Hornhaut und kann Unregelmäßigkeiten oder Vorwölbungen erkennen.
  • Pachymetrie: Bei diesem Test wird die Dicke der Hornhaut gemessen, was wichtig ist, um eine Ausdünnung bei Patienten mit Keratokonus festzustellen.
  • Spaltlampenuntersuchung: Bei diesem Test untersucht der Arzt die Hornhaut mit einem speziellen Mikroskop auf Anzeichen eines Keratokonus, wie etwa Verdünnung oder Narbenbildung.

Behandlungsmöglichkeiten bei Keratokonus

Die Behandlung des Keratokonus richtet sich nach dem Schweregrad und dem Stadium der Erkrankung. Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen:

  • Brillen und weiche Kontaktlinsen

Im Frühstadium des Keratokonus lässt sich die Sehschwäche oft mit einer Brille oder weichen Kontaktlinsen korrigieren. Schreitet die Erkrankung jedoch fort und wird die Hornhaut unregelmäßiger, bieten diese Möglichkeiten möglicherweise keine ausreichende Sehkorrektur mehr.

  • Starre gasdurchlässige (RGP) Kontaktlinsen

Formstabile, gasdurchlässige (RGP) Kontaktlinsen werden häufig verschrieben, wenn Brillen oder weiche Kontaktlinsen nicht mehr ausreichend wirken. Diese Linsen liegen auf der unregelmäßigen Hornhaut auf und bieten eine glatte Oberfläche, um die Sehschärfe zu verbessern.

  • Sklerale Kontaktlinsen

Bei fortgeschrittenem Keratokonus können Sklerallinsen empfohlen werden. Diese größeren Linsen überdecken die gesamte Hornhaut und liegen auf der Lederhaut (Sklera) auf, wodurch scharfes Sehen und höherer Tragekomfort ermöglicht werden.

  • Hornhautvernetzung

Die Hornhautvernetzung ist ein minimalinvasives Verfahren, das das Fortschreiten des Keratokonus aufhalten kann. Dabei werden Riboflavin-Tropfen (Vitamin B2) auf die Hornhaut aufgetragen und anschließend mit ultraviolettem (UV-)Licht bestrahlt. Dieser Prozess stärkt die Kollagenfasern der Hornhaut und beugt so einer weiteren Ausdünnung und Vorwölbung vor.

  • Intac

Intacs sind kleine, halbkreisförmige Kunststoffimplantate, die operativ in die Hornhaut eingesetzt werden. Sie helfen, die Hornhaut abzuflachen und das Sehvermögen bei Menschen mit leichtem bis mittelschwerem Keratokonus zu verbessern. Intacs können außerdem den Tragekomfort von Kontaktlinsen erhöhen.

  • Hornhauttransplantation

In schweren Fällen von Keratokonus, in denen andere Behandlungen nicht mehr wirksam sind, kann eine Hornhauttransplantation erforderlich sein. Bei der Transplantation wird die geschädigte Hornhaut durch eine gesunde Spenderhornhaut ersetzt.

Leben mit Keratokonus

Das Leben mit Keratokonus kann, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium, eine Herausforderung sein. Es gibt jedoch viele wirksame Behandlungsmethoden, um die Erkrankung zu lindern. Früherkennung und -behandlung sind entscheidend, um weiteren Sehverlust zu verhindern. Regelmäßige Augenuntersuchungen und die Befolgung der ärztlichen Empfehlungen tragen dazu bei, Ihre Augengesundheit und Lebensqualität zu erhalten.

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Fazit

Keratokonus ist eine fortschreitende Augenerkrankung, die mit der Zeit zu einer Verschlechterung des Sehvermögens und der Funktionsfähigkeit führt. Mit der richtigen Behandlung und frühzeitigem Eingreifen können die meisten Patienten jedoch eine Besserung erfahren. Wenn Sie vermuten, an Keratokonus zu leiden, sollten Sie nicht zögern und Ihren Arzt aufsuchen, um die für Sie am besten geeignete Behandlung zu finden.

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Guneet Bindra
Kritiker

Guneet Bhatia ist die Gründerin von HOSPIDIO und eine erfahrene Content-Reviewerin mit umfassender Expertise in der Entwicklung medizinischer Inhalte, im didaktischen Design und im Bloggen. Ihre Leidenschaft gilt der Erstellung wirkungsvoller Inhalte, wobei sie stets auf Genauigkeit und Verständlichkeit achtet. Guneet schätzt den Austausch mit Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft und erweitert so ihren Horizont. In ihrer Freizeit verbringt sie gerne Zeit mit ihrer Familie, hört gute Musik und entwickelt mit ihrem Team innovative Ideen.

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